Prinzipien der Freien Radios: Musik und Politik

Kurze Zusammenfassung der Übung

Die Teilnehmenden bilden sich zu spezifischen Themen eine Meinung und präsentieren ihre Argumente dazu.

Ziel der Übung

Diskussionen und Debatten für eine Diskussionssendung zu üben. Dabei werden schwierige Gesprächssituationen nachgestellt.

Erwartete Lernergebnisse

Die Teilnehmenden wissen, wie sie ihre Meinung in Diskussionen vertreten und vermitteln können. Sie verstehen die Argumente von anderen Diskussionspartnern.

Technische Infrastruktur und Gerätschaften

einen grossen Raum.

Dauer der Übung

Im Minimum 30 Minuten.

Material

Klebband oder Seil), Zeichen/Schilder mit "Ja", "Nein" oder "unschlüssig".

Ablauf der Übung

Die Kursleitung bestimmt relevante und kontroverse Themen oder Fragen (Soll das Musikarchiv in gute und schlechte Musik unterteilt werden? Soll jeder seine eigene Musik mitbringen dürfen? Kann jede Art von Musik an Gemeinschaftsradios gespielt werden?

Lege die Schnur (oder Klebband) als Linie durch den Raum. Die Mitte wird mit "unschlüssig" beschildert, das eine andere mit "Ja", das andere Ende mit "Nein".

Nenne wird das Thema bekannt gegeben. Die Teilnehmenden positionieren sich auf der Linie. Jede Person überlegt sich genau, warum er oder sie sich so positioniert hat.

Danach beginnt die Debatte. Die sich gegenüberstehenden Ja- oder Nein-Teams präsentieren nacheinander ihre Argumente. Es ist auch erlaubt, sich während der Debatte zu bewegen.

Maximale Anzahl der Teilnehmenden pro Trainer

Mindestens 6 zu 1 (4 zu 1 falls Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung oder Lernschwierigkeiten dabei sind.)

Risiken und mögliche Abwandlungen der Übung

Einige Argumente könnten nicht mit gewissen Vorschriften, mit dem Grundprinzipien der Gemeinschaftsradios übereinstimmen oder medienrechtlich nicht haltbar sein. Die Kursleitung sollte reagieren und aufklären, sobald dies nötig ist.

Variationen

Einige Argumente könnten nicht mit gewissen Vorschriften, mit dem Grundprinzipien der Gemeinschaftsradios übereinstimmen oder medienrechtlich nicht haltbar sein. Die Kursleitung sollte reagieren und aufklären, sobald dies nötig ist.

Tipps für Trainer

Die Kursleitung macht selber nicht mit, sondern moderiert die Debatte und achtet darauf, dass alle Personen eine Haltung einnehmen und vertreten können. (Falls das nicht geht, soll die Kursleitung die Debatte in zwei Teilen durchführen, zuerst werden die Argumente gesammelt, danach diskutiert).

Überprüfung des Lernerfolgs

Haben sich die Teilnehmenden gegenseitig zugehört? Wie deutlich konnten sie ihre Meinung ausdrücken? Wissen sie welche Aussagen rechtlich erlaubt ist und was nicht? Wissen sie welchen Aussagen dem Ethos der Gemeinschaftsradios entsprechen?

Wann die Übung im Kursablauf passt

Jederzeit.
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